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Urteil gegen Online-Tauschbörse


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Urteil gegen Online-Tauschbörse

Das Urteil gegen die Internet-Piraten wird von der Verteidiung angefochten werden. Die vier Betreiber der Online-Tauschbörse “The Pirate Bay” müssen wegen Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung für jeweils ein Jahr ins Gefängnis. Das Gericht in Stockholm verlangte ausserdem, dass die Vier umgerechnet 2,7 Millionen Euro Schadenersatz an Musik- und Filmunternehmen zahlen müssen. Zufriedenheit bei Thomals Dillon von der Motion Picture Assosiation. Er sagte: “Es ist doch bezeichnend, dass eine der führenden Piratensites der Welt fest davon überzeugt war, dass sie für die Freiheit im Internet kämpft. In Wahrheit aber, so sah es ja auch das Gericht, war es ein reines Geschäft. Die haben damit Geld verdient und das ist illegal.”

Kostenloses downloaden zum Schaden von Autoren und Filmverleihern soll es nicht mehr geben. Verbraucheroganisationen sehen das Urteil kritisch. Konstantinos Rossuglou von der Europäischen Verbraucherorganisation BEUC meinte: “Die Musikindustrie beispielsweise beschuldigt einzelne Verbraucher und nennt sie Piraten. Sie macht sie für ihre Verluste verantwortlich. Doch die sind nicht durch Kriminalisierung der Kunden entstanden. Die Leute vor Gericht zu bringen, löst keine einziges Problem der Musikindustrie.” Auch Google drohen nun Probleme. Das Suchmaschinenunternehmen will ganze Bibliotheken digitalisieren und ins Netz stellen. Urheberrechte interessieren den Internetgiganten dabei nicht.

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