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Obamas Dialogbereitschaft positiv aufgenommen

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Obamas Dialogbereitschaft positiv aufgenommen

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Auf der Karibikinsel Trinidad und Tobago ist das Gipfeltreffen der OAS-Staaten zu Ende gegangen.

Die Bemühungen von US-Präsident Barack Obama um eine Annäherung an Lateinamerika sind dort überwiegend positiv bewertet worden, anders als sein Vorgänger traf sich Obama mit jedem der 34 Teilnehmer des Amerika-Gipfels. “Als Ergebnis dieses Treffens können wir zu Recht sagen”, so Obama, “daß es für unsere Freunde einfacher wird mit uns zusammenzuarbeiten. Nehmen sie Mexiko oder Kolumbien, unsere Partner bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität. Durch so einen Gipfel sehen uns ihre Nachbarn aber auch ihre Bevölkerungen als Freunde.” Dennoch: die prekäre Kuba-Frage, die vor allem Nord- und Südamerika in zwei Lager spaltet, wurde auf dem Gipfeltreffen ausgeklammert. Obama nannte es einen Fortschritt, daß der kubanische Machthaber Raúl Castro, dessen Land seit 1962 von OAS-Treffen ausgeschlossen ist, erklären ließ, Kuba wolle mit den USA verhandeln, und zwar nicht nur über das Embargo, sondern auch über Menschenrechtsfragen. Ecuadors Präsident Rafael Correa nannte Obamas Signale positiv, verwies aber neben der Nichtbehandlung der Kuba-Frage auch darauf, daß keine Lösungvorschläge für das Einwanderungsproblem erarbeitet worden seien, das Abschlußdokument des Gipfels sei ein typisch protokollarischer Text, sagte er. Die Zeichen stehen jedoch für die Zukunft auf Dialog, wie unterschiedliche Staats- und Regierungschefs Lateinamerikas auf dem Gipfeltreffen in der Karibik erklärten, darunter auch Venezuelas Präsident Hugo Chavez, der Obama persönlich mit den Worten ansprach: “Ich möchte Ihr Freund werden.”