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Verurteilung einer Journalistin im Iran

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Verurteilung einer Journalistin im Iran

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Ein iranisches Gericht hat die Journalistin Roxana Saberi wegen Spionage zu acht Jahren Haft verurteilt. Saberi besitzt sowohl die US- als auch die iranische Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete seit sechs Jahren als freie Journalistin im Iran. Ein Sprecher der US-Regierung sagte über die Reaktion von Präsident Barack Obama:

“Ich denke, er ist sehr enttäuscht. Seine Gedanken und Gebete sind bei ihr und ihrer Familie. Wir werden der iranischen Regierung weiterhin über die Schweiz unsere Besorgnis ausdrücken.” Seit 1979 unterhalten die USA und der Iran keine diplomatischen Beziehungen mehr. Zum persischen Neujahrsfest im März hatte US-Präsident Obama dem Iran und seiner Regierung unter Mahmud Ahmadinedschad einen Neuanfang angeboten. Die iranische Regierung hatte zurückhaltend auf das Angebot reagiert. In Teheran sind die Meinungen in Bezug auf das Urteil gegen die junge Journalistin gespalten. “Da die US-iranischen Beziehungen besser werden und diese Frau eine doppelte Staatsbürgerschaft hat, wäre es besser gewesen, dieses Urteil nicht zu fällen”, sagte eine Passantin. “Ich meine, wenn diese Frau tatsächlich spioniert hat, muss sie die Strafe erhalten, die das Gesetz für Spionage vorsieht”, erklàrte hingegen ein junger Mann. Eine fundierte Meinung können sich die Iraner nicht bilden – die Presse im Iran ist kontrolliert.