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Wahlkampfende in Südafrika

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Wahlkampfende in Südafrika

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Mit landesweiten Großveranstaltungen haben die Parteien in Südafrika ihren Wahlkampf beendet. Die größte Kundgebung hielt der regierende Afrikanische Nationalkorgress ANC in Johannesburg ab. Es sind die vierten demokratischen Wahlen, nach Ende der Apartheid. Im Ellis-Park-Stadion zog der ANC eine Bilanz seiner 15-jährigen Regierungszeit. Ihr Präsident und Präsidentschaftskandidat Jacob Zuma erklärte vor mehreren hunderttausend Menschen: “In der Verfassung steht nichts darüber, dass eine grosse Mehrheit für die regierenden Partei, schlecht für die Demokratie ist. Vor allem nicht für eine Partei, die seit Jahren für die Einhaltung der Verfassung steht, so wie der ANC.”

Die Opposition will die Alleinherrschaft des ANC brechen. Die Demokratische Allianz mit der deutschstämmigen Bürgermeisterin aus Kapstadt an der Spitze, ist eine starke Konkurrenz für den Afrikanischen Nationalkongress. Die Allianz gilt als zweitstärkste Kraft. Spitzenkandidatin Helen Zille sagte: “Sie wollen sich über das Gesetz stellen, damit sie nicht ins Gefängnis müssen, wenn sie Verbrechen begehen. Wir aber wissen: korrupte Führer gehören ins Gefängnis und nicht ins Parlament.” Afrikas größte Volkswirtschaft steht vor einer Rezession. Gewerkschaftler verlangen mehr Geld für die Armen, Investoren fürchten bei einem Linksruck im Land um ihr Geld. Am Mittwoch wird gewählt.