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Ahmadinedschad sorgt für Eklat

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Ahmadinedschad sorgt für Eklat

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Während der Rede des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad auf der Anti-Rassismus-Konferenz der UN in Genf ist es am Montag zu einem Eklat gekommen. Als Ahmadinedschad seine Rede mit der traditionellen Grußformel „Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“ begann, wurde er von einem Demonstranten mit den Rufen „Mörder“ und „Du Rassist!“ unterbrochen.

Einige Delegationen verließen später den Saal, als Ahmadinedschad Israel als rassistischen Staat bezeichnete, weil seine Existenzgrundlage auf einer Religionszugehörigkeit beruhe. Die im Saal verbliebenen Delegationen spendeten dem iranischen Präsidenten mehrfach Beifall, unter anderem auch, als er die israelische Besetzung der Palästinensergebiete scharf kritisierte. Den USA und der EU warf der iranische Präsident vor, Komplizen Israel bei der Unterdrückung der Palästinenser zu sein. Vor dem Tagungsgebäude kam es zu einer Protestdemonstration mehrrere exil-iranischer Gruppierungen gegen den Auftritt des iranischen Staatspräsidenten.