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Amerika-Gipfel auf Trinidad und Tobago

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Amerika-Gipfel auf Trinidad und Tobago

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Nachdem Unter US-Präsident George W. Bush die Spannungen zwischen den USA und Lateinamerika stetig zugenommen haben, soll nun ein Neuanfang in den Beziehungen stattfinden. Beim Amerika-Gipfel am Wochenende auf Trinidad und Tobago erklärten die Regierungen des Kontinents, dass sie ihre Beziehungen auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt, Partnerschaft und Gleichheit weiterentwickeln und vertiefen wollen.

Zur gemeinsamen Unterzeichnung einer Schlusserklärung reichte es beim 5. Amerika-Gipfel der Organisation der Amerikanischen Staaten aber nicht. US-Präsident Barack Obama sprach von positiven Signalen aus Kuba: Dass Raul Castro sich zu Gesprächen mit der US-Regierung bereit erklärt habe, und zwar nicht nur über die Aufhebung des US-Embargos, sondern auch über Menschenrechte und politische Gefangene, das sei ein Fortschritt, erklärte Obama. Am Sonntag Abend kam dann eine kalte Dusche aus Kuba: Fidel Castro, der vor einem Jahr seinem Bruder Raul die Präsidentschaft über Kuba überlassen hat, kritisierte auf einer offiziellen Website in harschen Worten, dass der US-Präsident das Handelsembargo gegen das Land noch nicht aufgehoben hat. Der venezolanische Präsidenten Hugo Chavez und verbündete Regierungen verweigerten wegen der Kubaproblematik die Zustimmung zum gemeinsamen Abschlussdokument. Chavez hob immerhin hervor, dass die US-Regierung ihre Richtung ändere, bekräftigte aber erneut, dass die Beziehungen zwischen den USA und den Ländern Lateinamerikas auf Gleichberechtigung aufgebaut werden müssten.