Eilmeldung

Eilmeldung

Flüchtlingsdrama vor Italien

Sie lesen gerade:

Flüchtlingsdrama vor Italien

Schriftgrösse Aa Aa

Rund 120 Bootsflüchtlinge sind von der italienischen Marine nach Porto Empedocle auf Sizilien in Sicherheit gebracht worden. 20 weitere wurden auf der Insel Lampedusa, zwischen Afrika und Sizilien, untergebracht. Die Armutsflüchtlinge aus Afrika waren schon vor Tagen von dem türkischen Containerschiff Pinar gerettet worden.

Die Flüchtlinge, die sich seit über zehn Tagen auf dem Meer befunden hatten, sind nach Angaben der versorgenden Ärzte in schlechtem gesundheitlichen Zustand. Vielen litten an hohem Fieber und schwerem Wassermangel, hieß es. Wegen der Flüchtlinge war es zu heftigem politischem Streit zwischen Italien und Malta gekommen, wer nun die Flüchtlinge aufnehmen solle. Die EU-Kommission versuchte die Wogen nun zu glätten. Flüchtlingskommissar Jacques Barrot meinte: “Wir alle gemeinsam müssen die Probleme lösen, solidarisch und effizient.” Aus humanitären Gründen hatte Italien eingelenkt und die Verzweifelten aufgenommen. Einige der Flüchtlinge waren auf der gefährlichen Überfahrt gestorben. Allein im vergangenen Jahr flohen mehr als 36.000 Illegale an die italienischen Küsten.