Eilmeldung

Eilmeldung

G8 beraten über Agrarpolitik

Sie lesen gerade:

G8 beraten über Agrarpolitik

Schriftgrösse Aa Aa

Die Agrarminister der G8 beraten in Norditalien über einen weiteren Abbau von Handelsschranken und den Kampf gegen den Hunger. Es geht vor allem um die Frage, wie die Ernährung angesichts der Finanzkrise weltweit gesichert werden kann. Die Fachminister trafen sich in dem kleinen Ort Cison di Valmarino bei Treviso. Sie erörtern dort bis heute Strategien, um die landwirtschaftliche Produktion in Qualität und Quantität auszubauen. Das Treffen leitet Roms Agrarminister Luca Zaia, Italien hat 2009 die G8-Präsidentschaft inne. Außer den Ministern der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands sind die wirtschaftlich aufstrebenden Länder Brasilien, China, Indien, Südafrika und Mexiko geladen. Der Direktor der UN-Ernährungsorganisation FAO; Jacques Diouf, sagte, die Nahrungsmittelproduktion müsse bis 2050 verdoppelt werden, dann würden auf der Erde schätzungsweise neun Milliarden Menschen leben. Die FAO schätzt die Zahl der Hungernden weltweit auf fast eine Milliarde. Die G8-Länder wollen weiterhin das Ziel der Vereinten Nationen verfolgen, bis 2015 die Zahl der hungernden Menschen zu halbieren. Es ist ein Hauptanliegen des Treffens, mit den wirtschaftlich aufstrebenen Ländern zu Kompromissen bei den Agrarzöllen und den Qualitätsstandards zu kommen.