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Hilfe für Armutsflüchtlinge

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Hilfe für Armutsflüchtlinge

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Rund 120 Bootsflüchtlinge sind von der italienischen Marine nach Porto Empedocle auf Sizilien gebracht worden. 20 weitere sind auf der Insel Lampedusa, zwischen Afrika und Sizilien, untergekommen. Die Armutsflüchtlinge aus Afrika waren vor Tagen von dem türkischen Containerschiff Pinar gerettet worden. Die Flüchtlinge, die sich über zehn Tage auf dem Meer befunden hatten, waren nach Angaben der Ärzte in extrem schlechtem gesundheitlichen Zustand. Viele hätten Fieber und litten unter schwerem Wassermangel, hieß es. Wegen der Flüchtlinge war es nach ihrer Rettung zu einem heftigen Streit zwischen Rom und La Valletta gekommen. Malta beharrte bis zuletzt darauf, dass die Pinar, den nahe gelegenen Hafen von Lampedusa anlaufen solle. Italien dagegen hielt Malta für die Rettungsaktion zuständig. Aus humanitären Gründen hat nun Italien eingelenkt und der Aufnahme der Verzweifelten zugestimmt. Italiens Außenminister Franco Frattini kritisierte deshalb Malta scharf und kündigte eine Beschwerde bei der Europäischen Union in Brüssel an. Allein im letzten Jahr flohen mehr als 36.000 Illegale an die italienisdhen Küsten.