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Konflikte bei UN-Konferenz gegen Rassismus

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Konflikte bei UN-Konferenz gegen Rassismus

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Der Nahostkonflikt überschattet die UN-Konferenz gegen Rassismus, die heute in Genf beginnt. Aus Sorge, dass insbesondere der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Konferenz ein weiteres Mal als Bühne für antisemitische Äußerungen benutzen wird, haben zahlreiche Länder ihre Teilnahme abgesagt, darunter die USA, Israel und Italien. Auch Deutschland hat sich dem Boykott am Sonntag unter Verweis auf seine Verantwortung gegenüber Israel angeschlossen. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums erklärte:

“Ich halte es für extrem bedauerlich, dass man sich dem Vertreter des Ayatollahregimes gegenüber verhält, als ob ihm die Menschenrechte wirklich am Herzen lägen. Dass er zu den Teilnehmern sprechen wird, ist eine traurige Parodie auf den eigentlichen Zweck der Konferenz.” Auf der Vorläuferkonferenz im südafrikanischen Durban vor 8 Jahren war Israel heftig kritisiert worden. Die USA und Israel hatten die Konferenz daraufhin aus Protest verlassen. Ein Sprecher der Vereinten Nationen erklärte nun: “Soweit wir wissen, werden immer noch etwa 185 UN-Mitgliedsstaaten an der Konferenz teilnehmen. Rassismus betrifft jedes Land. Es ist sehr unglücklich, dass ein, zwei Themen aus Sicht einiger Länder die Tagesordnung völlig dominieren.” Demonstranten in Genf erinnerten an das eigentliche Ziel von Durban II, das über den Konflikten unterzugehen drohte: der Kampf gegen Rassismus, Rassendiskriminierung und Fremdenfeindlichkeit.