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Ahmadinedschad legt nach

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Ahmadinedschad legt nach

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Nach seinem umstrittenen Auftritt in Genf ist der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad bei seiner Rückkehr in Teheran am Dienstag von einer begeisterten Menschenmenge empfangen worden. Ahmadinedschad hatte am Montag bei der UN-Rassismuskonferenz einen Eklat ausgelöst, als er Israel als rassistischen Staat bezeichnete. Daraufhin verließen mehrere westliche Delegationen den Saal; die im Saal verbliebenen Delegationen spendeten ihm allerdings mehrfach Beifall, unter anderem auch, als er die israelische Besetzung der Palästinensergebiete scharf kritisierte und Europäer und Amerikaner als Komplizen der Israelis bezeichnete.

Zu den Kritikern Ahmadinedschads gesellte sich Friedensnobelpreisträger Eli Wiesel: “Er will Hitler übertreffen, denn Hitler gelang es nicht unser Volk auszurotten”, sagte Wiesel am Rande der Konferenz auf einer von mehreren jüdischen Gruppierungen organisierten Veranstaltung. Ahmadinedschad selbst legte bei seiner Ankunft in Teheran nocheinmal nach. In einer kurzen Erklärung, warf er “einer kleinen Minderheit” vor, “den Völkern ihre Auffassungen im Namen der Internationalen Gemeinsachft aufzuzwingen”.