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Antirassismuskonferenz geht weiter

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Antirassismuskonferenz geht weiter

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Irans Präsident Mahmud Ahmadiendschad hat gestern bei der UN-Anitrassismuskonferenz für Aufregung gesorgt. Etliche Länder verließen empört den Konferenzsaal in Genf. Rechtzeitig zu Hitlers Geburtstag hatte Ahmadinedschad seine rassistischen Äußerungen lanciert. Er bezeichnete Israel mit Blick auf die Palästinenser, als ein barbarisches und rassistisches Regime.

Die Europäische Union verurteilte seine Äußerungen scharf. Sie erwartet, dass die Anti-Rassismus-Konfernenz im Sinne einvernehmlichen Respekts und Würde abgehalten wird, hieß es in dem Schreiben der EU-Ratspräsidentschaft weiter. 22 der 27 Länder nehmen weiter an der UN-AntirassismusKonferenz teil. Deutschland die USA und andere boykottieren die Konferenz, weil sie wie schon vor acht Jahren im südafrikanischen Durban, von etlichen Ländern für ihre rassistischen, undemokratischen und antisimitischen Vorstellungen instrumentalisiert werden soll. Im Iran scheinen die Äußerungen Ahmadinedschads auf fruchtbaren Boden zu fallen. Ein Passant sagte: “Die Aussagen Ahmadinedschads sind die des iranischen Volkes. Israel und die Zionisten haben ihre rassistische Natur in Gaza, Palästina und an anderen Stellen bewiesen. Hauptsächlich stellen sie sich gegen den Islam.” Die amerikanisch-iranische Journalistin Roxana Sabeni ist im Iran zu acht Jahren Gefängnis verurteil worden, nur weil sie ihren Beruf ausübte. Die Europäische Union und die USA fordern ihrer sofortige Freilassung.