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Darling: Noch mehr Schulden

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Darling: Noch mehr Schulden

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Großbritannien will die schwere Rezession mit einer historischen Neuverschuldung bekämpfen. In London hat Finanzminister Alistair Darling den mit Spannung erwarteten Haushalt vorgestellt, mit dem er sein Land aus der Krise führen will.

Der Haushalt sieht eine massive Neuverschuldung von umgerechnet fast 200 Milliarden Euro vor. Darling sagte ein negatives Wachstum von 3,5 Prozent für 2009 voraus; für 2010 jedoch ein positives Wachstum von 1,25 Prozent. Der Minister erklärte: “Mit den heute vorgestellten Maßnahmen wird unsere Wirtschaft gegen Jahresende wieder wachsen. Ich bin mir außerdem sicher, dass die globale Wirtschaftskraft sich in den nächsten zwanzig Jahren verdoppeln wird und dass Großbritannien weltweit eine Führungsrolle einnehmen wird.” Mit einem Milliardenpaket will Darling die Arbeitslosigkeit lindern. Die Arbeitslosenzahl steuert nämlich auf die 3 Millionen Marke zu. Die Verschuldung, die bisher 6,2 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes betrug, macht jetzt im neuen Haushalt sogar 12 Prozent aus. Auch in die Ausbildung soll mehr Geld gesteckt werden. Wer unter 25 Jahre alt und länger als ein Jahr arbeitslos ist, soll in Trainingsprogrammen weitergebildet werden. Auch will Großbritannien wie in Deutschland eine Abwrackprämie für alte Autos einführen, wenn ein Neuwagen gekauft wird. So soll der Autobranche geholfen werden. Die neue Staatsverschuldung in Großbritannien ist ein Rekord in der britischen Nachkriegsgeschichte und ein negativer Spitzenwert innerhalb der Europäischen Union.