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EU gegen Überfischung

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EU gegen Überfischung

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Der europäische Fischbestand ist dramatisch gefallen – darum will die EU-Kommission nun der Überfischung der europäischen Gewässer den Kampf ansagen. Eine umfassende Reform der gemeinsamen Fischereipolitik soll in vier Jahren in Kraft treten. Fischereikommissar Joe Borg möchte zuvor aber mit allen Betroffenen sprechen. “Durch diese Konsultation hoffen wir eine Diskussion über wichtige Fragen anzustoßen”, so der Kommissar aus Malta: “Wie können wir die Fangkapazitäten senken? Wie können wir das Wegwerfen des Beifangs beenden? Wie können wir die Fischer selbst einbinden und ihnen Verantwortung übertragen?” Dies seien Fragen, denen die EU sich stellen müsse, wenn sie den Fischbestand sichern und eine nachhaltige Fischerei erreichen wolle.

Konkret fordert Borg, dass die Europäer über eine Verkleinerung ihrer Fangflotte nachdenken, und eine Ende von Steuererleichterungen für Treibstoff und Abwrackprämien für Fischerboote akzeptieren. Seine Ruf nach mehr Verantwortungsbewusstsein gerade der großen Fischereinationen wie Spanien und Frankreich könnte politisch schwer durchsetzbar sein: In Frankreich zumindest protestieren Fischer seit Wochen für höhere Fangquote – weil sie für Kabeljau zum Beispiel jetzt schon die Quoten für 2009 überschritten haben.