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Piratenprozess in den USA

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Piratenprozess in den USA

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Ein mutmaßlicher Pirat kommt nun in den USA vor Gericht: Er ist der einzige seiner Kameraden, der die Befreiung eines amerikanischen Schiffskapitäns vor Somalia überlebt hat.

Ein Richter in New York legte bei einer Anhörung auch fest, dass für ihn das Erwachsenenstrafrecht gilt. Laut Verteidigung – die sich auf seine Eltern beruft – ist der junge Mann erst fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, der Anklage zufolge aber mindestens achtzehn. Die Piraten hatten vor zwei Wochen das amerikanische Frachtschiff Maersk Alabama überfallen. Fünf Tage lang hielten sie dann Schiffskapitän Richard Phillips als Geisel auf ihrem Boot gefangen. Als Phillips’ Befreiung begann, war der Beschuldigte gerade zu Verhandlungen auf einem amerikanischen Kriegsschiff. Seine zurückgebliebenen Mitstreiter wurden bei dem Einsatz durch Scharfschützen getötet. Die Zahl der Piratenüberfälle vor Somalia – den Golf von Aden inbegriffen – hat sich zuletzt verzehnfacht, sagt jetzt das Internationale Seefahrtsbüro. Im ersten Quartal 2008 waren es noch sechs Angriffe, dieses Jahr bis März schon 61.