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Unstimmigkeiten in der EU

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Unstimmigkeiten in der EU

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Auch zwei Tage nach ihrem Ende sorgt die Genfer Rassismus-Konferenz für Unstimmigkeiten in der EU. EU-Entwicklungskommissar Louis Michel kritisierte, dass einige Länder nicht an dem Treffen der Vereinten Nationen teilgenommen hätten.

Grund war der Besuch von Irans Präsident Mahmud Achmadinedschad. Während einer Rede hatte er Israel als barbarisches und rassistisches Regime bezeichnet. Aus Protest verliesen daraufhin westliche Delegierte unter Protest den Saal. In einem Interview kritisierte Michel, dass die EU-Staaten nicht geschlossen aufgetreten seien. Er bedauere, dass einige Staaten gar nicht erst vertreten gewesen seien, obwohl sie gar nicht wissen konnten, was bei der Abschlusserklärung herauskommen würde. Dies sei ein Fehler. Es sei zudem merkwürdig, dass das Land mit dem EU-Ratsvorsitz es vorgezogen hätte, die Konferenz zu verlassen. Michel spielt damit auf Tschechien an. Deutschland, Italien, Polen und die Niederlande hatten bereits im Vorfeld ihre Teilnahme an dem UN-Treffen abgesagt. Unterdessen griff Achmadinedschad Israel erneut an und beschuldigte das Land der ethnischen Säuberung.