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Embryonen nach Gesundheitskriterien ausgewählt

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Embryonen nach Gesundheitskriterien ausgewählt

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Erstmals sind in Spanien Embryonen danach ausgewählt worden, ob sie später schwer erkranken können. In den zwei Fällen wurde die so genannte Präimplantationsdiagnostik angewendet: Aus Embryonen, die bei künstlicher Befruchtung entstehen, wurden die ausgesucht, die kein genetisches Risiko für Brustkrebs oder Schilddrüsenkrebs haben. Ein Wissenschafttler bewertete die Methode als positiv: Sie sei leichter und weniger schmerzhaft für Familien, die verhindern wollten, dass ihre Nachkommen Brustkrebs oder andere Krankheiten bekommen würden. Im Januar hatte die Britin Francisca Alcade erstmals ein Kind geboren, dass aufgrund dieser Methode kein Risiko gehabt hatte, an Krebs zu erkranken. Sie sagt jetzt, dass sie nun auf die nächste Diagnose warten werde und hoffe, dass sie im kommenden Jahr erneut schwanger werde. Konservative Politiker und die katholische Kirche in Spanien sind gegen dieses Vorgehen, weil Embryonen aussortiert und vernichtet werden können. In Deutschland und Österreich ist die Präimplantationsdiagnostik verboten.