Eilmeldung

Eilmeldung

Millionenhilfe für Somalia

Sie lesen gerade:

Millionenhilfe für Somalia

Schriftgrösse Aa Aa

Durch die Piraterie vor seiner Küste ist Somalia wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt: Dabei ist das afrikanische Land nun schon lange ein Krisenherd.

Die UNO versucht jetzt, dem bitterarmen und zerfallenen Land zu helfen. In Brüssel fand dazu eine Konferenz von Geldgeberländern statt – das Ergebnis: gut 160 Millionen Euro. Der angestrebte Betrag sei damit erreicht, sagt der zuständige EU-Kommissar Louis Michel. Dazu zählten aber auch Ausrüstung, Material und Logistik. Die Summe liege also weit über dem, was man sich eigentlich erhofft habe. Das Ziel sei erreicht, das Treffen ein großer Erfolg. Die UNO will das Geld vor allem für die afrikanische Friedenstruppe und den Aufbau einer somalischen Polizei. Eine zentrale Staatsmacht gibt es in Somalia schon lange nicht mehr. Auch die jetzige Regierung kontrolliert nur einen kleinen Teil des Landes. Bisher hat die Piraterie vor Somalia in kurzer Zeit stark zugenommen. Inzwischen stehen aber auch Piraten vor Gericht – wie in Kenia die neun Männer, die von einem deutschen Kriegsschiff gefangen genommen wurden. Auch ein französisches Kriegsschiff hat jetzt elf mutmaßliche Piraten in Kenia abgeliefert. Kenia hat dazu mit der EU und den USA ein Abkommen geschlossen.