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Proteste gegen Conti-Schließungspläne

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Proteste gegen Conti-Schließungspläne

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Mehr als zweitausend Arbeiter demonstrieren gegen die Schließungspläne von Continental: Nach Hannover, dem Firmensitz und Ort der heutigen Hauptversammlung, sind sogar zwölfhundert Beschäftigte aus Frankreich gekommen.

Der Reifen- und Autoteilehersteller ist in großen Schwierigkeiten: Conti will deshalb zwei Reifenwerke schließen – das Stammwerk Hannover-Stöcken und das französische Clairoix. Fast zweitausend Arbeiter stünden dann auf der Straße; die Wut hier ist dementsprechend groß. “Es ist zum ersten Mal”, sagt ein Arbeiter, “dass die französischen Gewerkschaften und die deutsche Gewerkschaft von der IG BCE zusammengekommen sind gegen die Aktionäre, die hier hinter uns stehen – die, wie wir es gesagt haben, nur über Geld reden: Und wir reden hier über Familien und über unser Herz.” Die Aktionäre drinnen bei der Hauptversammlung lassen sich aber nicht umstimmen: Der Vorstand verteidigt die Schließungen als alternativlos. Tausende Stellen hat Conti seit letztem Jahr schon gestrichen, mehr als die Hälfte der deutschen Belegschaft ist in Kurzarbeit. Die Firma sitzt selbst zwischen allen Stühlen: Der geplante Kauf durch den wesentlich kleineren und ebenfalls schwer angeschlagenen Schaeffler-Konzern ist ins Stocken geraten, die Zukunft unsicher.