Eilmeldung

Eilmeldung

Blutbad vor Schiiten-Schrein

Sie lesen gerade:

Blutbad vor Schiiten-Schrein

Schriftgrösse Aa Aa

Am zweiten Tag in Folge haben Selbstmordattentäter am Freitag im Irak ein Blutbad angerichtet. Vor einem schiitischen Schrein sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft und töteten nach Polizeiangaben 60 Menschen. Mindestens 125 Personen wurden verletzt. Ein Augenzeuge sagte, zunächst habe eine Frau an einem der beiden Haupteingänge zu dem Schrein des Imams Mussa al-Kadhem im Bagdader Stadtteil Kadhimija einen Sprengstoffgürtel gezündet. Kurz darauf habe sich dann an dem zweiten Eingang ein Mann in die Luft gesprengt.

“Ich möchte, dass die schmutzigen Hände, die hinter diesem Anschlag stecken wissen, dass sie uns nicht daran hindern werden, diesen Heiligen Ort aufzusuchen”, zeigte sich ein bei dem Anschlag Verletzter entschlossen. Der siebte Imam gilt als eine der zentralen Leitfiguren des schiitischen Islams. Zu seinem Todestag wird alljährlich eine grosse Prozession veranstaltet, auf die bereits mehrfach Anschläge verübt wurden. Am Donnerstag waren bei zwei Selbstmordanschlägen fast neunzig Menschen getötet worden. Ein Anschlag richtete sich gegen eine Gruppe schiitischer Pilger aus dem Iran.