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Energiegipfel ohne klare Ergebnisse

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Energiegipfel ohne klare Ergebnisse

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Vier Monate nach dem Gasstopp aus Russland sucht Europa nach Wegen für sichere Gaslieferungen. Die Regierung Bulgariens hatte Vertreter aus 30 Staaten zu einer Konferenz über Energiesicherheit nach Sofia geladen. Das Gastgeberland war im Januar vom russischen Gaslieferstopp hart getroffen worden, da es fast komplett vom Erdgas aus Russland abhängt.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, Energiesicherheit stoppe nicht an den nationalen Grenzen und auch nicht an denen der Europäischen Union. Produzenten seien mittlerweile von Abnehmern ebenso abhängig wie Abnehmer von Produzenten und von Ländern, die Gas durchleiten. Der Kommissionspräsident äußerte zudem die Hoffnung, dass es im neuen Abkommen der Europäischen Union mit Russland eine stabile Klausel über die Energielieferungen geben werde. Die Türkei bekräftigte auf der Konferenz ihren Willen zum Bau der europäische Nabucco-Pipeline, mit der Gas unter Umgehung Russlands in Richtung EU gepumpt werden soll. Zum konkurrierenden “South-Stream” Projekt, mit dem die Ukraine umgangen werden soll, forderte Moskau eine klare Zusage. Wegen eines Streits mit Bulgarien über die “South-Stream”-Gasleitung hatte der russische Regierungschef Wladimir Putin seine Teilnahme kurzfristig abgesagt und Energieminister Sergej Schmatko nach Sofia geschickt. Medienberichten zufolge hatte Bulgarien Russland die Nutzung seiner nationalen Gasleitungen für das “South Stream”-Projekt verweigert.