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Folter von hoher Stelle autorisiert

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Folter von hoher Stelle autorisiert

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Die umstrittenen Verhörmethoden der USA bei Terrorverdächtigen sind Medienberichten zufolge von hoher Stelle autorisiert wurden. Demzufolge stimmte die frühere US-Außenministerin Condeleezza Rice bereits 2002 Foltermethoden wie dem Waterboarding zu. Justizminister Eric Holder gab entsprechende interne Memos frei, in denen die brutalen Verhörmethoden detailliert beschrieben wurden. Ob die Veranwortlichen mit juristischen Schritten rechnen müssen, ließ Holder offen. Er betonte, seine Aufgabe und Pflicht sei es, das Gesetz zu verstärken. Wenn er Anhaltspunkte für eine Rechtsverletztung sehe, werde er das im Rahmen des Gesetzes verfolgen. Und dies werde in einem angemessenen Rahmen geschehen. Dies könnte auch Konsequenzen für den damaligen Vizepräsidenten Dick Cheney haben, der 2003 von den Foltermethoden erfahren haben soll. Die Methode des simulierten Ertrinkens soll zudem viel häufiger angewendet worden sein, als zunächst vermutet: allein 83 Mal im Gefangenenlager Guantanamo bei dem mutmaßlichen Chefplaner der Anschläge vom 11. September.