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Kampf gegen Piraterie

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Kampf gegen Piraterie

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Die internationale Gemeinschaft will den Wiederaufbau des zerfallenen Staates Somalia unterstützen. Auf einer Geberkonferenz in Brüssel kamen mehr als 160 Millionen Euro zusammen. Mit dem Geld soll unter anderem die Piraterie vor der Küste des Landes bekämpft werden. Somalische Seeräuber machen seit dem vergangenen Herbst immer wieder durch Überfälle Schlagzeilen.

Im Interview mit euronews betonte der französische Verteidigungsminister Hervé Morin, es würden jedoch eher die Konsequenzen als die Ursachen behandelt werden. Der Hauptgrund sei der Kollaps des somalischen Staates und das Fehlen von Institutionen. Aber auch Armut spiele eine Rolle. Für einen Fischer, der einen Dollar pro Tag verdiene, sei es verlockend in die Piraterie zu gehen. Piraterie gehöre zum organisierten Verbrechen. Seit 18 Jahren herrscht in dem Staat politisches Chaos. Die Macht der Regierung reicht kaum über die Hauptstadt Mogadischu hinaus. Die EU, die USA und weitere Staaten sind seit Monaten in der gefährlichen Region am Horn von Afrika mit Kriegsschiffen im Einsatz. Trotzdem haben sich die Geiselnahmen verschärft.