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Konferenz zur Energiesicherheit in Europa

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Konferenz zur Energiesicherheit in Europa

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Über mehr Energiesicherheit für Europa beraten Vertreter zahlreicher Staaten und der Europäischen Kommission in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Staatspräsident Georgi Parwanow hatte 28 Länder zu einem Energie-Gipfel eingeladen, doch die Resonanz war gering. Moskau ist immerhin auf Ministerebene vertreten, Berlin entsendet nur einen leitenden Beamten. Die Konferenz ist überschattet von Meinungsverschiedenheiten über das Pipelineprojekt Southstream: Die Leitung soll von Russland aus durch das Schwarze Meer nach Bulgarien führen und sich dort verzweigen; ein Zweig soll bis nach Österreich führen. Das Projekt wurde von dem russischen Monopolisten Gazprom und dem italienischen Energiekonzern Eni geplant. Bulgarien ist außerdem an dem EU-Pipelineprojekt Nabucco beteiligt: Diese Pipeline soll vom Kaspischen Meer durch die Türkei führen. Der Baubeginn wurde immer wieder verschoben. Die geplanten Pipelines sollen die Abhängigkeit von den Gazprom-Leitungen durch die Ukraine beenden, die im vergangenen Winter zeitweise geschlossen worden waren – im Energiestreit zwischen Kiew und Moskau. Die Energie-Konferenz in Sofia wurde für zwei Tage angesetzt.