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Tausende Tote bei Kämpfen der vergangenen Monate

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Tausende Tote bei Kämpfen der vergangenen Monate

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Bei den Kämpfen in Sri Lanka sind in den vergangenen Monaten mehr als sechstausend Menschen ums Leben gekommen: Dies erklärten die Vereinten Nationen in einem zunächst nicht veröffentlichten Dokument, das seit einigen Tagen Diplomaten vorliegt. 14.000 Menschen sollen seit Ende Januar verletzt worden sein. Der Weltsicherheitsrat äußerte sich gestern “tief besorgt” über die eskalierende Lage und forderte die sichere Evakuierung aller Zivilisten aus dem umkämpften Nordosten Sri Lankas.

Die Armee rückte unterdessen weiter gegen die eingekesselten Befreiungstiger von Tamil Eelam vor. Die Rebellen kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat der Tamilen im Nordosten der Insel. Dort wurde für Zivilisten eine Schutzzone eingerichtet, doch auch sie soll wieder beschossen worden sein. Die stellvertretende UN-Nothilfebeauftragte Catherine Bragg erklärte, zahlreichen Berichten zufolge würden weiterhin schwere Waffen eingesetzt, und die Rebellen missbrauchten demnach weiterhin Zivilisten als menschliche Schutzschilde. Das Militär teilte am Donnerstag mit, die verbliebenen Rebellen seien inzwischen auf einem Küstenstreifen von weniger als acht Kilometer Fläche von Soldaten umstellt. Die im Kampfgebiet festsitzenden Zivilisten hielten sich am Strand auf.