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Weiter Streit um Verhörmethoden

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Weiter Streit um Verhörmethoden

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In den USA hat der Streit um die Verhörmethoden bei Terrorverdächtigen weiter zugenommen. Medienberichten zufolge waren die Methoden von höchster Stelle genehmigt, so auch von US-Außenministerin Condoleezza Rice. Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi bekräftigte die Forderung ranghoher Demokraten, eine unabhängige “Wahrheitskommission” einzurichten. Es dürfe keine umfassende Immunität für diese Taten geben, vielmehr müsse jeder Fall einzeln beurteilt werden, betonte Pelosi. Der Fraktionschef der oppositionellen Republikaner im Repräsentantenhaus, John Boehner, erklärte, die Veröffentlichung interner Berichte über Verhörmethoden sei ein Fehler gewesen: Amerikanische Geheimdienstmitarbeiter würden dadurch verunsichert, und die Sicherheit der USA werde auf diese Weise gewiss nicht gestärkt; im übrigen stellten diese Memoranden nur kleine Teile einer viel größeren Geschichte dar, die insgesamt veröffentlicht werden müsste. Die Memoranden mit detaillierten Beschreibungen der Verhörpraktiken waren in der vergangenen Woche veröffentlicht worden. Gestern gab US-Präsident Obama zudem mehrere Fotos zur Veröffentlichung frei.