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US-Außenministerin unangekündigt in Bagdad

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US-Außenministerin unangekündigt in Bagdad

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Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton ist zu einem nicht angekündigten Besuch in Bagdad eingetroffen. Es ist ihr erster Besuch im Irak, seit sie das US-Außenministerium übernahm. Im Mittelpunkt der Gespräche mit ihrem irakischen Kollegen Hoschiar Sibari und Regierungschef Nuri al-Maliki stand dem Vernehmen nach der geplante Abzug amerikanischer Soldaten aus den größeren irakischen Städten.

Die Außenministerin versicherte die Iraker der Unterstützung durch die USA auch in schwierigen Zeiten. Die USA seien für einen stabilen und souveränen Irak, der aus eigener Kraft handeln könne. Die neue amerikanische Regierung sei in einer Zeit des Übergangs im Irak ins Amt gekommen, und sie halte an der Entscheidung der Vorgängerregierung fest, die Truppen aus dem Irak abzuziehen. Nach einem Gespräch mit US-Oberbefehlshaber Raymond Odierno traf Hilary Clinton mit irakischen Kriegswitwen zusammen. Vor der Ankunft der amerikanischen Außenministerin waren bei einer neuen Welle der Gewalt in Bagdad und anderen Städten mehr als 150 Menschen getötet worden. Am Freitag starben rund sechzig Menschen bei zwei Selbstmordanschlägen an einem heiligen Schrein der Schiiten in Bagdad. Die US-Außenministerin sagte in Bagdad, sie sehe keine Anzeichen für eine Wiederkehr der bürgerkriegsartigen Zustände zwischen Sunniten und Schiiten im Irak.