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Achtzig Tote bei Grippwelle

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Achtzig Tote bei Grippwelle

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Die Grippewelle in Mexiko mit mehr als achtzig Toten hat das öffentliche Leben vor allem in den großen Städten stark beeinträchtigt. Präsident Calderón gab dem Gesundheits-ministerium weitgehende Vollmachten. Seit Freitag sind alle Schulen, Kindergärten und Universitäten geschlossen.

Von den über achtzig Menschen, die in den letzten Tagen an der Grippe gestorben sind, waren zwanzig nachweislich mit dem mutierten Schweinevirus vom Typ H1N1 infiziert. Da es sich um ein neuartiges Virus handele, müsse alles getan werden, um eine Pandemie zu vermeiden, sagte Präsident Felipe Calderon – und fügte hinzu, die Krankheit könne behandelt werden, die entsprechenden Medikamente stünden in großer Menge bereit. Doch die H1N1-Viren von Schweinen unterscheiden sich nach Angaben von Experten stark von den entsprechenden Stämmen, die bei Grippewellen unter Menschen auftreten, so dass eine frühere Impfung keinen Schutz biete. Das Dekret des Präsidenten gibt den Behörden auch das Recht, Reisende zu untersuchen – etwa auf Flughäfen. Die Furcht vor einer weltweiten Ausbreitung dieser neuartigen Grippe hat auch weit entfernte Länder erreicht.