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Israel lehnt syrische Bedingungen für Friedensgespräche ab

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Israel lehnt syrische Bedingungen für Friedensgespräche ab

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Für Friedensgespräche mit Syrien will die neue israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keinerlei Vorbedingungen akzeptieren. Israel sei bereit, sofort Gespräche aufzunehmen, sagte der ultrarechte Außenminister Avigdor Liebermann gegenüber dem israelischen Rundfunk, doch könne sich Israel keine Bedingungen vorschreiben lassen.

Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, ein Abkommen mit Syrien, das den israelischen Interessen gerecht werde, sei für das Land von größter Bedeutung. Verhandlungen mit Syrien müssten deshalb ständig auf dem Arbeitsplan der Regierung stehen, betonte Barak, der vor rund zehn Jahren als Ministerpräsident mit dem damaligen PLO-Chef Jassir Arafat über eine Friedensregelung mit den Palästinensern verhandelt hatte. Syrien fordert einen israelischen Abzug von den 1967 eroberten Golanhöhen. Damaskus hatte sich zuletzt bereit erklärt, die im vergangenen Jahr wieder aufgenommenen indirekten Friedensgespräche mit Israel auch mit der neuen rechtsorientierten israelischen Regierung fortzuführen, jedoch nur auf der Basis “Land für Frieden”. Lieberman betonte bei seiner Antrittsrede am 1. April, es werde während seiner Amtszeit keinen Abzug von den Golanhöhen geben.