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Mehr als 80 Grippetote

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Mehr als 80 Grippetote

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Die Zahl der Grippetoten in Mexiko ist auf mehr als 80 gestiegen. Nach Angaben des mexikanischen Gesundheitsministeriums ist jedoch nur in 20 Fällen eine Infizierung mit dem neu aufgetretenen Schweine-Virus nachgewiesen. Insgesamt seien inzwischen mehr als 1300 Menschen zu Untersuchungen in Krankenhäuser gebracht worden.

Mexikos Präsident Felipe Calderón erteilte dem Gesundheitsministerium weitgehende Vollmachten, um eine Ausbreitung der Grippewelle zu verhindern. Angesichts der Tatsache, dass es sich um einen neuen Virus handle, müsse man vor allem verhindern, dass es zu einer Pandemie komme. Die Strategie sei es, die Ausbreitung des Virus um jeden Preis zu verhindern. In den USA gibt es inzwischen elf bestätigte Fälle von Schweinegrippe, sieben in Kalifornien und jeweils zwei in Texas und Kansas. Die Weltgesundheitsorganisation trifft zunächst keine weiteren Maßnahmen wegen der Schweinegrippe. Es handle sich um einen bislang unbekannten Virus, der auf besondere Weise krankheitserregend wirke. Die Menschen hätten noch keine Antikörper dagegen entwickelt. Bei Gefahr für die Weltbevölkerung kann die Weltgesundheitsorganisation Reise- sowie Handelsbeschränkungen empfehlen, die von den Nationalstaaten umgesetzt werden müssen. Das ist bisher ausgeblieben. Allerdings hieß es, die Infektion habe das “Potenzial einer Pandemie”.