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Pharmaaktien gefragt

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An den europäischen Börsen ging die Angst vor einer weltweiten Ausbreitung der mexikanischen Schweinegrippe um. Gegen Handelsschluss konnte jedoch sowohl der DAX mit 0,6 Prozent als auch der SMI in Zürich mit mehr als einem Prozent ins Plus drehen. Titel von Pharmafirmen waren gefragt, die Mittel gegen Grippe herstellen.

Vor allem Tourismus- und Luftfahrt-Aktien wie etwa Lufthansa stürzten ab. Marktstratege Robert Halver erklärte: “Die Schweinegrippe ist vor allen Dingen in den Schwellenländern sehr stark ausgebreitet, in Mexiko, und da denkt so mancher Reisender, Geschäftsreisender: Naja, im Moment brauche ich nirgendwo hinzufliegen, wo auch nur im Entferntesten die Gefahr dieser Schweinegrippe ist. Und das drückt auf den Kurs der Lufthansa-Aktie.” GlaxoSmithKline-Aktien standen hoch im Kurs. Der Konzern stellt das Grippemedikament Relenza her. Auch das Papier von Roche schoss in die Höhe, denn die Schweizer produzieren das Grippemedikament Tamiflu, das bei der Schweinegrippe eingesetzt werden kann. Roche visiert eine Ausweitung seiner Tamiflu-Produktion an. Dies könne jedoch nicht von heute auf morgen geschehen, hieß es in Basel. Befürchtungen über eine Ausweitung der Krankheit drückten auf den Ölpreis. Er fiel zeitweilig um bis zu 5 Prozent. Das Barrel Brent kostete in London nur noch 49,80 Dollar, das Barrel WTI 49,50 Dollar. Die Angst, dass die kleinen Konjunkturanstöße der vergangenen Wochen, durch eine Epidemie zunichte gemacht werden könnten, ist groß. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3125 Dollar fest.