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Armee bombardiert Tamilen-Rebellen

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Armee bombardiert Tamilen-Rebellen

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In Sri Lanka dauern die Gefechte an, trotz des von der Regierung verkündeten Endes der Kampfhandlungen. Von den Tamilen-Rebellen veröffentlichte Aufnahmen zeigen Kampfflugzeuge, die Bomben über einer Sicherheitszone für Flüchtlinge abwerfen. Die Bilder sollen von gestern stammen. Laut dem Internetdienst Tamilnet feuerte die Armee am Morgen mit Artillerie und Raketen. Das Militär wies den Einsatz schwerer Waffen zurück.

Die Kämpfe konzentrieren sich auf einen Küstenstreifen im Nordosten des buddhistisch geprägten Sri Lankas. Die Befreiungstiger von Tamil Eelam – überwiegend Hindus – kämpfen dort für einen eigenen Staat. Der UN-Nothilfekoordinator John Holmes, zu Besuch bei Präsident Mahinda Rajapaksa, scheiterte daran, Helfern Zugang zur Konfliktzone zu ermöglichen. Zehntausende Zivilisten, schätzt die UNO, sitzen dort fest. Das UN-Flüchtlingshilfswerk, bereits in Sri Lanka aktiv, stockte seine Hilfe auf. Ein Flugzeug brachte tausende Zelte. Sie sind bestimmt für 150.000 Flüchtlinge. Seit 25 Jahren währt der Kampf der Tamilen-Rebellen, es ist der längste Bürgerkrieg Asiens. Allein seit Januar kamen dabei nach UN-Schätzungen rund 6500 Menschen ums Leben.