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Immobilien-Rückübertragungen auf Zypern

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Immobilien-Rückübertragungen auf Zypern

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Die europäische Justiz bereitet den Weg für Immobilien-Rückübertragungen auf Zypern. Als die Mittelmeerinsel geteilt wurde, musste der Zypern-Grieche Meletis Apostolides in den Süden fliehen. Sein Grundstück im Norden verließ er damals schweren Herzens. Heute steht dort eine moderne Ferienvilla. Ein britisches Ehepaar hatte sie gebaut nachdem sie Grund und Boden vor wenigen Jahren von einem Zypern-Türken gekauft hatten.

Der europäische Gerichtshof in Luxemburg bestätigte nun das Urteil eines Gerichts aus dem Süden der Insel, nachdem Apostolides das Recht hat, den Abriss der Villa zu verlangen. Die Richter urteilten, dass der zyprische Rechtsspruch EU-weit gültig ist, auch gegen ein anders lautendes britisches Verdickt, und auch, obwohl die griechisch-zyprische Justiz im Norden der Insel nicht angewandt wird. 1974, während des Konflikts, der zur Teilung der Insel führte, mussten rund 45.000 Zypern-Türken in den Norden fliehen. Fast viermal soviele Zypern-Griechen fanden wie Meletis Apostolides Zuflucht im Süden. Zahlreiche der so verlassenen Grundstücke im Norden wurden später von den neuen Eigentümern weiterverkauft. Viele Käufer – vor allem aus Großbritannien – errichteten hier Ferienhäuser. Sollte die Insel eines Tages wiedervereinigt werden, werden diese ihre Immobilien an die Alteigentümer verlieren.