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Labors suchen nach Impfstoff für Schweinegrippe

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Labors suchen nach Impfstoff für Schweinegrippe

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Die Schweinegrippe sorgt weltweit für eine erhöhte Aufmerksamkeit, dennoch halten Experten es zum jetzigen Zeitpunkt für unbegründet, kein Schweinefleisch mehr zu essen. Das Virus übersteht keine Temperaturen über 71 Grad. Der Name “Schweinegrippe” führt allerdings in den aktuellen Fällen auch in die Irre. Denn die Patienten, die derzeit auf dem amerikanischen Kontinent behandelt werden, haben sich offensichtlich gar nicht bei Schweinen infiziert.

Vielmehr handelt es sich um ein neues, mutiertes Virus. Über die mexikanischen Patienten wissen die Experten und Behörden jedoch bisher zu wenig, um die Infektionswege beurteilen zu können. Die Influenzavirus-Gattung Typ A hat das Potenzial sich zu einer Pandemie auszubreiten, also einer Virus-Erkrankung über mehrere Kontinente und kombiniert in sich 3 Bakterienstämme: Vom Schwein, vom Vogel und vom Menschen und könnte seinen Ursprung auf dem amerikanischen Kontinent haben. Bislang ist noch nicht geklärt wie der Virus vom Tier zum Mensch übertragen wurde, wenn sich aber die Übertragung unter Menschen herausstellt, ist nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation eine hohe Alarmstufe angebracht; am Montagabend wurde bereits die vierte von sechs möglichen ausgerufen. Auch der Erreger der Spanischen Grippe, der mit rund 40 Millionen Toten größten Seuche des 20.Jahrhunderts, kam 1918 vermutlich aus Amerika. So unterschiedlich die Namen mit Schweinegrippe bzw. wie von der UNO benannt “Neue Grippe” oder damals die Spanische Grippe, hinter den Krankheiten steckt immer der gleiche Virus-Untertyp, H1N1. Weltweit arbeiten Labors an der Entwicklung eines Impfstoffs. Vier WHO-Referenzlabors in Großbritannien, Kanada und den USA suchen derzeit nach dem Ursprung des Schweinegrippevirus und einem Serum. Nach Einschätzung von Experten dürfte es allerdings einige Monate dauern, bis ein handelsüblicher Impfstoff zur Verfügung steht. Pharmaunternehmen, darunter auch deutsche Firmen, haben bereits die Entwicklung eines speziellen Impfstoffes angekündigt. Dort gehen die Forscher neue Wege. Sie wollen nicht warten, bis die Weltgesundheitsorganisation einen Virusstamm isoliert, sondern bauen aus den Genen Teile des Erregers nach. Die Kurse der Pharma-Aktien steigen dementsprechend auch an den Börsen. Und bis ein Impfstoff auf den Markt kommt, ist der beste Schutz gegen die Grippe nach Aussagen von Ärzten das Händewaschen.