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Papst fordert in L'Aquila soliden Wiederaufbau

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Papst fordert in L'Aquila soliden Wiederaufbau

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Papst Benedikt XVI hat die Erdbebenprovinz L’Aquila in Mittelitalien besucht und Verantwortung beim Wiederaufbau angemahnt. Im kleinen Dorf Onna, wo jeder achte Einwohner gestorben war, wurde der Papst begeistert empfangen.

Bei dem Beben der Stärke 6,3 waren Anfang des Monats fast 300 Menschen getötet worden. Mehr als 10.000 Häuser stürzten ein. 65.000 Menschen wurden obdachlos. Einige, die inzwischen in ihre Häuser zurückdürfen, kehren nicht heim, aus Angst. In L’Aquila, der Hauptstadt der Abruzzen, fand der Papst mitfühlende und mahnende Worte: “Das tragische Erdbeben lädt Kirche und Gesellschaft zu tiefem Nachdenken ein. Als Christen, aber auch als Teil der Zivilgesellschaft müssen wir unser Gewissen prüfen, auf dass unser Verwantwortungsbewusstsein nicht nachlässt. So wird l’Aquila, auf italienisch ‘der Adler’, auch wenn er verwundet ist, wieder fliegen.” Nach dem Beben hatte es schwere Kritik an den Behörden gegeben. Die mangelnde Stabilität der Häuser soll gewesen sein. Auch viele Neubauten waren eingestürzt. Gebraucht würden nun stabile Gebäude, sagte der Papst. Das sei man den Toten schuldig.