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Sri Lanka verärgert EU

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Sri Lankas Regierung verweigert dem schwedischen Aussenminister Carl Bildt die Einreise. Bildt sollte im Rahmen einer EU-Delegation zu Gesprächen über einen Waffenstillstand nach Colombo reisen. Die EU fordert eine sofortige humanitäre Waffenruhe.

Der tschechische Aussenminister Karel Schwarzenberg sagte, die Regierung habe einen schweren Fehler begangen, der Konsequenzen für die Beziehungen zwischen Sri Lanka und der EU haben werde. Die Europäische Union ist einer der wichtigsten Handelspartner Sri Lankas und stark in der Entwicklungszusammenarbeit engagiert. Unterdessen gehen die Kampfhandlungen im Nordosten Sri Lankas weiter. Im Kampfgebiet befinden sich auch Zehntausende Zivilisten. Unter internationalem Druck hatte die Regierung in Colombo den Einsatz schwerer Waffen und aller Luftangriffe nach eigenen Angaben gestoppt. Dennoch setzte die Armee im Krieg gegen die tamilischen Rebellen offenbar erneut auch Kampfflugzeuge und Bomben ein. Dabei kam es zu einem Blutbad bei dem Hunderte Zivilisten getötet wurden. Dies teilte der pro-tamilische Internetdienst Tamilnet mit. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fordert eine internationale Untersuchung.