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Botschaft aus KZ Auschwitz entdeckt

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Botschaft aus KZ Auschwitz entdeckt

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Flaschenpost aus einer schrecklichen Vergangenheit: In einem Gebäude in der Nähe des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz in Polen haben Arbeiter eine Flasche entdeckt, die einen Zettel enthielt mit sieben Namen von Zwangsarbeitern, die 1944 dort einen Bunker gebaut haben. Sechs der Arbeiter waren Polen, der siebente ein französischer Jude. Das Gebäude diente den deutschen Lagerwachen als Depot und wird heute als Berufsschule genutzt.

Ein Lehrer der Berufsschule erklärte, der Zettel sei aus einem Zementsack ausgerissen worden. Die Botschaft ist mit Bleistift geschrieben. Das Papier soll demnächst feierlich dem Museum Auschwitz übergeben werden. Von den sieben Personen, die auf dem Papier vermerkt sind, haben nur zwei das Lager überlebt. Der Franzose wurde nun in Südfrankreich ausfindig gemacht. Auschwitz-Birkenau war das größte Todeslager der Nazis. Bis zur Befreiung 1945 wurden dort über eine Million Menschen ermordet. Die meisten waren Juden, die übrigen christliche Polen, Roma und sowjetische Kriegsgefangene. Das heutige Oswiecim ist nun ein Museum mit 155 Lagergebäuden.