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Mexikos Tourismus in der Krise

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Mexikos Tourismus in der Krise

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Mexiko, der Ursprungsort der Schweinegrippe, wird langsam zu einer Insel. Die USA, Kanada und die Europäische Union raten ihren Bürgern, Reisen in das Land aufzuschieben. Kuba hat seine Mexikoflüge komplett gestrichen. Die Leiterin einer Reiseagentur in New York meint: “Natürlich sind wir davon betroffen. Vierzig Prozent unserer Kunden sind Mexikaner. Außerdem ist Mexiko eines der beliebtesten Reiseziele für Nord- und Südamerikaner.”

Die großen Tour Operators stornieren unterdessen ihre Mexikoreisen und bieten ihren Kunden an, auf andere Reiseziele umzubuchen. “Das Gute ist, dass überhaupt keine Panik zu bemerken ist. Die meisten Fluggesellschaften bieten die Möglichkeit, Flüge ohne Aufpreis zu stornieren oder umzubuchen, das ist das richtige Vorgehen”, meint der Vizepräsisent der Vereinigung der US-Reiseagenturen. 13 Milliarden US-Dollar geben ausländische Touristen jährlich in Mexiko aus. Überall im Land melden nun die Hotels Buchungsstornierungen. Spanien ist eine wichtige Drehscheibe für Reisen von und nach Mexiko. “Mir macht das große Angst. Ich bleibe lieber hier und warte ab, wie sich das entwickelt”, sagt eine Spanierin. “Ich glaube, ich werde jetzt nicht verreisen. Ich warte lieber ab”, meint eine andere. “Ich hatte zu meinem Hochzeitstag eine Reise gebucht, vom 9. bis 17. Mai, aber ich mache mir große Sorgen wegen der Probleme in Mexiko. Jetzt will ich mal sehen, welche Lösungen man mir vorschlägt”, sagt ein junger Mann. Nicht nur Urlaubs-, auch Geschäftsreisen werden derzeit eingeschränkt. Diejenigen, die in diesen Tagen Mexikos Flughäfen bevölkern, wollen in der Mehrzahl nur eins: Möglichst schnell weg.