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Russisch-Bulgarischer Energiestreit beendet

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Russisch-Bulgarischer Energiestreit beendet

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Russland und Bulgarien wollen noch im Mai ihren Energiestreit beilegen. Das sagte der russische Ministerpräsident bei einem Treffen mit seinem bulgarischen Amtskollegen Sergei Stanishev. Uneinigkeiten gab es bisher über den Bau der South-Stream-Pipeline, die Gas von Russland nach Europa transportieren soll. Bei gemeinsamen Gesprächen in Moskau wurde jetzt offenbar eine Lösung gefunden. Noch im Mai soll ein Abkommen über den Bau von South-Stream unterzeichnet werden, teilte Präsident Putin mit. Er sei froh, dass man sich in diesem Punkt einig geworden sei, sagte er.

Bulgarien steht der South-Stream-Pipeline positiv gegenüber, wie Ministerpräsident Sergei Stanishev versicherte. Allerdings unterstütze Bulgarien bisher auch den Bau der Nabucco-Pipeline, die in direkter Konkurrenz zu South-Stream steht. Auch durch die Nabucco-Leitung soll Gas von den reichen Ressouren Zentralasiens nach Europa gebracht werden. Allerdings führt die Nabucco-Pipeline nicht durch Russland. Damit wäre Europa weniger abhängig vom Energielieferanten Russland. Bulgarien profitiert auf Grund seiner geographischen Lage von beiden Projekten.

Die ukrainische Ministerpräsidentin Yulia Timoschenko ist auf dem Weg nach Moskau. Es wird das erste Zusammentreffen der beiden Politiker nach dem Gasstreit im Winter sein. Der Áusbau des ukrainischen Pipeline-Netzwerks hatte für Unmut in Russland gesorgt.