Eilmeldung

Eilmeldung

Wahlkampfauftakt bei der Europäischen Volkspartei

Sie lesen gerade:

Wahlkampfauftakt bei der Europäischen Volkspartei

Schriftgrösse Aa Aa

Europas Konservative und Christdemokraten beginnen in der polnischen Hauptstadt Warschau den Wettstreit um die Sitze im Straßburger Parlament. Umfragen zufolge wird die EVP auch diesmal wieder die meisten davon gewinnen. Als eine der beiden größten Fraktionen werden sie damit zumindest für eine Hälfte der Legislaturperiode wieder den Parlamentspräsidenten stellen.

Der Pole Jerzy Buzek ist einer der beiden Kandidaten, die den Posten gerne bekleiden möchten. Er schlägt vor, dass Europa mit flexiblen Positionen in die Klima-Verhandlungen Ende des Jahres in Kopenhagen gehen soll. Das Verhandlungsergebnis brauche die Unterstützung von Ländern wie China und die USA. Lieber einen kleinen Kompromiss beim Klima-Paket als gar keinen. Sein Rivale ist der italienische Abgeordnete Mario Mauro. Er hat die volle Unterstützung seines Regierungschefs Silvio Berlusconi, der gerne einen Landsmann auf dem Prestige-trächtigen Posten sähe. Mauro unterstreicht die Wichtigkeit des europäischen Sozialmodells – und rechnet sich Chancen aus, dass diese Position auch bei den liberalen Abgeordneten Unterstützung findet. Die besondere Kraft der Sozialbeziehungen in Europa, liege in der Bereitschaft zur Kooperation. Wichtig sei auch, die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft zu Verteidigen. Das sei eines der Hauptanliegen der Europäischen Volkspartei in der kommenden Legislaturperiode. Ob die EVP letztlich Jerzy Buzek oder Mario Mauro nominiert, könnte an der Zahl der Abgeordneten liegen, auf die das Mitte-Rechts Lager in Polen und in Italien kommt.