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Ägypten beginnt Schlachtung aller Schweine

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Ägypten beginnt Schlachtung aller Schweine

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In Ägypten hat die umstrittene Schlachtung aller Schweine begonnen.

Die Regierung hatte wegen der Schweinegrippe angeordnet, die bis zu 400 000 Schweine im Land töten zu lassen – trotz der Kritik der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNOFAO – und wütender Proteste der Schweinezüchter. Die Bäuerin Fawzia Mohamed Sayyed Hussein: ‘‘Heute morgen wollten wir unsere Schweine nicht herausgeben. Dann hielten sie uns fest und schlugen uns. Die Tiere wurden unter Zwang weggebracht und wir landeten auf der Polizeistation.” Die Züchter gehören meist zur Minderheit der koptischen Christen. Ob sie entschädigt werden, ist bisher unklar. Muslime essen in der Regel kein Schweinefleisch. Die FAO verwies darauf, dass die Schweinegrippe keine Tierseuche, sondern eine Erkrankung von Menschen ist. Das dicht besiedelte Ägypten hatte unter der Vogelgrippe schwer gelitten. Bisher gibt es keinen Fall von Schweinegrippe im Land. Das Fleisch der Tiere soll den Eignern ausgehändigt oder tiefgefroren werden. Die Aktion könnte bis zu vier Wochen dauern. handele, fügte er hinzu. WHO hält Verzehr für ungefährlichIn Ägypten gibt es mindestens 250.000 Schweine, die von der Minderheit der koptischen Christen gezüchtet und gegessen werden. Im Islam gelten die Tiere als unrein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte wiederholt erklärt, der Verzehr von Schweinefleisch stelle kein Risiko dar. Trotzdem verhängten einige Staaten ein Einfuhrverbot für Schweinefleisch aus den beiden besonders stark betroffenen Staaten Mexiko und USA.