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Lage in Karachi ruhig

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Lage in Karachi ruhig

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Gespenstische Stille in Karachi: Nach den schweren Unruhen patrouillieren bewaffnete Sicherheitskräfte in der südpakistanischen Hafenstadt. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen.

Bei den ethnisch motivierten Auseinandersetzungen in der 16-Millionen-Metropole sind gestern mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Über 40 wurden verletzt. Auslöser waren die Unruhen zwischen Anhängern der in der Provinz Sindh mitregierenden Regionalpartei MQM und Angehörigen der paschtunischen Minderheit. Nach Polizeiangaben hatten in mehreren Stadtteilen Bewaffnete ihre Opfer auf der Straße niedergeschossen und Autos in Brand gesteckt. In Karachi kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksgruppen. US-Präsident Barack Obama zeigte sich unterdessen sehr besorgt über die Lage in Pakistan. Die Regierung in Islamabad sei sehr zerbrechlich und könne die Sicherheit im Land derzeit nicht garantieren.