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Nato schmeisst russische Spione raus

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Nato schmeisst russische Spione raus

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Die Nato hat zwei russische Diplomaten der Spionage beschuldigt und aus dem Hauptquartier der Allianz in Brüssel verwiesen.

Einer der beiden ist der Sohn des Moskauer EU-Botschafters. Die Männner arbeiteten für die russische Nato-Botschaft auf dem Gelände des Bündnisses. Die russische Regierung bezeichnete den Vorfall als “grobe Provokation” und kündigte Reaktionen an. Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin: “Ich halte diesen NATO-Beschluss für reine Provokation. Sie zielt darauf ab, all unsere Abmachungen zur Wiederbelebung des NATO-Russland-Rats zunichte zu machen.” Die NATO-Aktion wird von vielen Beobachtern als Retourkutsche auf einen Spionagefall in Estland gewertet. Dort war im Februar ein hoher Beamter des estnischen Verteidigungsministeriums zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er jahrelang geheime Nato-Informationen an den russischen Geheimdienst weitergeleitet hatte. Der Fall gilt als größter Spionageskandal der NATO seit Jahrzehnten. In den Beziehungen zwischen Nato und EU einerseits und Russland andererseits knirscht es wegen einer ganzen Reihe von Streitpunkten zur Zeit vernehmlich. Nach monatelanger Eiszeit waren Nato und Russland gerade erst wieder offiziell ins Gespräch gekommen.