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Projekt für ein neues Groß-Paris


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Projekt für ein neues Groß-Paris

Großraum Paris. Ein Raum, in dem 12 Millionen Menschen leben und arbeiten, in Staus stehen oder sich in überfüllten Metros drängen. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will das Elend beenden, will aus Paris eine nachhaltige Modellstadt mit großer städtischer Verdichtung machen. Bei der Eröffnung einer Ausstellung, auf der 10 Architekten ihre Vision vom Paris der Zukunft vorstellen, sagte Sarkozy:

“Paris wird eine echte Stadt werden, wenn wir vom Begriff der Vorstädte, der Problemviertel Abschied nehmen, wenn die Wohnadresse nicht mehr zu sozialer Diskriminierung führt. Großparis ist groß, schön und gerecht.” Dafür will Sarkozy 130 Kilometer neue U-Bahnstrecken legen lassen, um die Wohnviertel mit den Arbeitsplätzen zu vernetzen. Ferner sollen jährlich 70.000 Wohnungen gebaut werden, mehr als doppelt so viel wie heute. Eine Zugschnellverbindung soll Paris mit Le Havre und damit mit dem Meer verbinden – so wie es die Seine bereits tut. Antoine Grumbach ist der Architekt dieses Projekts: “Ohne Hafen gibt es keine internationale Metropole, und ohne Identität gibt es keine lebenswerte Metropole. Die Seine liefert diese Identität.” Der sozialististische Bürgermeister Delanoe beklagt, dass das Mammutprojekt keine neuen Sozialwohnungen vorsieht. Und unklar ist noch, woher die 35 Milliarden Euro für das Projekt kommen sollen, mit dem Sarkozy – wie seine Vorgänger an der Spitze des Staates – Frankreichs Hauptstadt seinen Stempel aufdrücken möchte.

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