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5 Jahre Osterweiterung – gemischtes Fazit

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5 Jahre Osterweiterung – gemischtes Fazit

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Rauschende Feste gab es, als vor fünf Jahren 10 neue Länder der Europäischen Union beitraten. Dann aber folgte der Begeisterung Ernüchterung, und auf die wirtschaftliche Aufholjagd vielerorts ein jäher Zusammenbruch. Vorerst zumindest liegen kommende Erweiterungsschritte auf Eis.

Die EU nahm damals zunächst neben Malta und Zypern 8 neue Mitglieder aus Osteuropa auf, später folgten Rumänien und Bulgarien. Damit nahm die Bevölkerung um ein Viertel zu, die Fläche der Gemeinschaft sogar um ein Drittel. Wie Schweden und Irland hatte vor allem Großbritanien sofort den Neuzugängern seinen Arbeitsmarkt geöffnet. Andere folgten. Deutschland und Österreich aber zögern immer noch – und beschlossen jetzt gerade, die gelten Beschränkungen bis 2011 beizubehalten. Viele Polen denken ohnehin Großbritannien wieder den Rücken zu kehren. Seit Beginn der Wirtschaftskrise, nimmt auch hier die Arbeitslosigkeit zu. Manche machen sogar die Erweiterung für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten verantwortlich. Argumente, die der zuständige EU-Kommissar Olli Rehn nicht gelten lassen will: die Erweiterung dürfe nicht zum Sündenbock gemacht werden. Weitere Beitritte liegen vorerst auf Eis. Der tschechische Senat muss noch über den Lissabon-Vertrag Abstimmen, und vorher wollen zumindest Deutschland und Frankreich keine Erweiterung mehr.