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Chrysler meldet nun doch Konkurs an

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Chrysler meldet nun doch Konkurs an

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Chrysler muss nun doch in den Konkurs: Amerikas drittgrößter Autohersteller hat dazu einen Antrag gestellt, der ihn zunächst vor Forderungen von Gläubigern schützt. Nach amerikanischem Recht – dem so genannten Chapter 11 – ist so ein Weiterbetrieb bei gleichzeitiger Neuordnung des Unternehmens möglich. Chrysler selbst und die Regierung hoffen auf einen Abschluss des Verfahrens innerhalb einiger Wochen.

Präsident Barack Obama will Bedenken zerstreuen: Dieses Verfahren sei kein Zeichen von Schwäche, sagt er, sondern ein weiterer Schritt auf dem Weg zu Chryslers Wiederbelebung. Zu dieser erhofften Wiederbelebung gehört auch das Bündnis mit Fiat. Der italienische Hersteller versorgt Chrysler mit moderner Technik und bekommt dafür Zugang zum nordamerikanischen Markt. Damit erwirbt Fiat zunächst zwanzig Prozent der Anteile; in mehreren Schritten kann das über einige Jahre bis auf 51 Prozent steigen. Mehrheitseigner wird zunächst die Krankenkasse der Autogewerkschaft. Auch die Regierungen der USA und Kanadas übernehmen kleinere Anteile. Die US-Regierung gibt Chrysler außerdem weitere Milliardenhilfen. Offen ist allerdings, ob das Konkursverfahren tatsächlich so schnell abgeschlossen werden kann wie gewünscht.