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Sommer warnt vor sozialem Aufruhr

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Sommer warnt vor sozialem Aufruhr

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In Deutschland haben die Gewerkschaften bei ihren traditionellen Mai-Kundgebungen gefordert, angesichts der Wirtschaftskrise die Reichen stärker zur Kasse zu bitten. Auf der zentralen DGB-Kundgebung in Bremen sprach DGB-Chef Michael Sommer von skrupellosen Casino-Kapitalisten und gewissenlosen Spekulanten und warnte: “Ich habe immer wieder gesagt, und werde es auch weiter tun, dass wenn keine Lehren aus dieser Krise gezogen werden, dann wird es zu sozialen Zuspitzungen und möglicherweise auch zu Unruhen kommen. Ich will die nicht, aber ich erhebe warnend meine Stimme, dass alles getan wird, um diese Krise zu meistern.” Knapp eine halbe Million Menschen beteiligten sich im ganzen Land an den Gewerkschaftskundgebungen.

Bei Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmärsche zum “Tag der Arbeit” kam es in mehreren Städten zu Ausschreitungen. In Berlin besetzten Gegendemonstranten kurzzeitig den S-Bahnhof Köpenick, in Ulm bewarfen linke Demonstranten Rechtsradikale mit Flaschen und Steinen, in Dortmund nahm die Polizei nach Ausschreitungen etwa 200 Rechtsradikale vorläufig fest. Schon in der Nacht war es in Berlin uind Hamburg zu den seit Jahren üblichen Walpurgisnacht-Krawallen gekommen.