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Hohe Beteiligung an Maikundgebungen

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Hohe Beteiligung an Maikundgebungen

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Zehntausende von Spaniern haben am 1. Mai demonstriert; die Beteiligung war wesentlich höher als in den letzten Jahren. Im Mittelpunkt der Kundgebungen stand die hohe Arbeitslosigkeit – mit mehr als siebzehn Prozent inzwischen die höchste in der ganzen EU.

Auch in Italien gingen viele zum Tag der Arbeit auf die Straße. Die größten Kundgebungen fanden in Mailand, Neapel und Turin statt. Als Zeichen der Solidarität trafen sich die Spitzen der großen Gewerkschaften im Erdbebengebiet in den Abruzzen. In der Schweiz kam es wie in den Vorjahren zu Ausschreitungen in Zürich; mehr als achtzig Menschen wurden festgenommen. Rund zwölftausend Menschen hatten hier zuvor an der Kundgebung der Gewerkschaften teilgenommen; weitere große Kundgebungen gab es in Genf, Bern und Basel. Ähnliche Bilder auch in Südamerika: So endete die Demonstration in Chiles Hauptstadt Santiago ebenfalls in Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Stimmung ist angeheizt: Erst vor zwei Wochen hatten hier schon Tausende für den Schutz ihrer Arbeitsplätze demonstriert. In Venezuela veranstalteten sowohl Gegner als auch Anhänger von Präsident Hugo Chávez Demonstrationen. Bei der Kundgebung der Opposition kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei; die Teilnehmer wollten trotz Absperrung zum Parlamentsgebäude.