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Keine neuen Grippetoten in Mexiko-Stadt

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Keine neuen Grippetoten in Mexiko-Stadt

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An der Grippefront zeichnet sich eine Entspannung ab. In den Krankenhäusern von Meixko-Stadt gab es am zweiten Tag in Folge keine Grippetoten. In Europa dagegen sind nun Fälle von Mensch-zu-Mensch-Infektion mit H1N1 zu verzeichnen. In Niederbayern steckte sich ein Patient bei seinem an Schweinegrippe erkrankten Bettnachbarn an. Es ist Deutschland sechster H1N1-Fall.

Der Brite Barry Greatorex steckte sich bei einer Besprechung an: “Ich habe mich in unserem Büro in den East Midlands mit einem Kollegen getroffen, der kürzlich in Mexiko war. Da habe ich mich wohl angesteckt”, berichtete Greatorex, der in seinem Haus unter Quarantäne steht dem Nachrichtensender SkyNews. Nach Auswertung weiterer Tests gibt es in Mexiko 443 bestätigte H1N1-Fälle, davon verliefen 16 tödlich. Die Zahl der verdächtigen Todesfälle konnte auf 101 reduziert werden. Der Präsident der Berliner Robert-Koch-Instituts warnt vor voreiligen Schlüssen: “Wir können nicht ausschließen, dass es ein pandemisches Geschehen wird, auch wenn momentan die Zahlen und die Entwicklung so aktuell nicht aussieht. Wir lernen jetzt langsam, wie das Virus sich verhält, wie es auf Menschen wirkt, wie es auf das Abwehrsystem wirkt, das alles dauert seine Zeit, aber wir lernen täglich dazu”, erklärte Jörg Hacker. Der japanische Katastrophenschutz schickte eine Flugzeugladung Schutzmasken, -brillen und handschuhe nach Mexiko. China ein Flugzeug, um seine Landsleute zurückzuholen. Nach Berechnung der Weltgesundheitsorganisation stieg die Zahl der H1N1-Infizierten weltweit auf 615 Personen in 16 Ländern.