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Touristen bleiben wegen Fall Madeleine aus

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Touristen bleiben wegen Fall Madeleine aus

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Zwei Jahre nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine McCann haben die Einwohner von Praia da Luz genug. In dem portugiesischen Touristenort an der Algarve war die heute Sechsjährige seinerzeit entführt worden. Die Menschen hier machen die Medien dafür verantwortlich, dass keine Touristen mehr kommen, dass die örtliche Wirtschaft am Boden liegt. Die Strände sind leer, die Hotelgäste bleiben aus, die Arbeitslosigkeit steigt. Eine Einwohnerin: “Diese ganze Mediatisierung”, sagt sie. “Sie sollen endlich damit aufhören und sagen, was wirklich passiert ist. Die McCanns sind die einzigen, die es wissen.” Eine andere Frau meint: “Das hat uns nur Vorurteile eingebracht, das ist eine Sache, die verboten werden sollte. Niemand sollte mehr darüber reden. Ich will die McCanns hier nie wieder sehen.” Der “Ocean Club”. Hier war Madeleine am 3. Mai 2007 verschwunden. 21 der 48 Angestellten sind inzwischen entlassen worden, mit der Bergündung, dass das Geschäft wegen der Medienaufmerksamkeit schlecht laufe. Der ehemalige Koordinator der Polizei vor Ort, Goncalo Amaral, sucht auf eigene Faust weiter nach Spuren von Madeleine. Einige Kollegen aus England helfen ihm. Sie hoffen, dass sie mit ihrem Engagement das juristische Verfahren um den Fall wieder anschieben können.